Mr. Holmes Krimi-Adventskalender

Ausnahmesweise gibt es bei mir dieses Jahr einen gekauften Krimi-Adventskalender. Man lockte mich mit Sherlock Holmes und da konnte ich nicht widerstehen. Dieser Kalender entstand als Kooperation zwischen der Deutschen Sherlock Holmes Gesellschaft, dem Baker Street Chronicle und dem Homunculus Verlag, jedenfalls steht es so auf der Seite im BSC-Shop. Auf dem Kalender findet sich merkwürdigerweise nichts zu dieser Kooperation. Hm, schade …

Aber endlich zum Inhalt. Adventskalender – klar, das heißt 24 Teile, in diesem Fall kurze Krimis zum Selberrätseln. Jeder Krimi hat ein eigenes Kalenderblatt, auf der jeweiligen Rückseite gibt’s die Auflösung. Natürlich habe ich den Kalender noch nicht durchgearbeitet – es ist ja noch nicht Weihnachten! 😉 Ich hab aber schon mal einen oder zwei Kurzkrimi(s) gelesen und hab absolut nichts gewusst. Das könnte also ziemlich schwer werden. Und ein bisschen verworren geschrieben kam es mir auch vor.

Die Aufmachung ist ganz hübsch, die Blätter sind größtenteils gelblich mit grünen und roten Rändern, Zahlen und einzeln hervorgehobenen Wörtern im schwarzen Text; dazu gibt es kleinere und größere Bildchen mit Motiven aus Fest und Krimi. Bei der Auflösung ist öfter eine Type zu sehen, ein Mann in Schwarz. Ich frage mich, ob das Holmes sein soll …Sieht eher wie Zorro aus…

A propos Holmes! Der Clou an den Krimis ist natürlich, dass Sherlock Holmes auftritt und die Aufklärung parat hat. Was auch sonst. 🙂 Dieser Kalender ist ausnahmsweise keine geprüfte Empfehlung, sondern ein Vorschlag für alle, die gern mit Holmes Verbrechen lösen.

Der Weihnachtsfaktor
Soweit ich sehen konnte, haben alle oder fast alle Fälle irgendwie mit Weihnachten oder Winter zu tun. Das gehört sich ja auch so bei einem Adventskalender. Die Tatsache, dass es sich um einen solchen handelt, trägt natürlich mit zum festlichen Flair bei.

Was Inspektor Lestrade als „unergründliche“ Begebenheit bezeichnet, muss nicht zwangsläufig über jeden Verstand gehen. Für Mr. Holmes war sie dennoch einen Blick wert und Grund, am Abend des 6. Dezember Mantel und Hut überzuwerfen und in die Brixton Street zu eilen.
(Auszug aus dem Krimi am 5.12.)

 

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Mein schönes Landhaus 5/2017

Es ist wieder die Zeit der Weihnachtsmagazine. Man kommt um die üblichen Verdächtigen gar nicht herum und so bin auch ich im Urlaub wieder einmal bei Mein schönes xy gelandet, in diesem Fall Landhaus. Es ist ein nettes Heft, viel Schönes zum Gucken und Nachmachen – Deko innen und außen, Rezepte, Geschenke … Bisschen Wissenwertes, bisschen Interessantes und natürlich viel über Home Style und Häuser, das meiste davon der Jahreszeit entsprechend hübsch weihnachtlich.

Nun ist es bestimmt sehr schwierig, sich zu Weihnachten jedes Jahr etwas Neues einfallen zu lassen. Das verstehe ich vollkommen und glücklicherweise ist man privat nicht unter diesem Zwang. Man holt einfach dieselbe alte Deko wieder heraus und für gelegentliche neue Ideen gibt es ja Bücher und Zeitschriften. Die bezahlt man recht anständig und ich würde eher unbarmherzig sagen, es ist der Job dieser Redaktionen, kreativ und neu zu sein.

Ich lese schon viele Jahre Mein schönes Land, Mein schöner Garten, Wohnen und Garten und Konsorten, die alle aus demselben Hause stammen, manche haben ja sogar dieselbe Redaktion. Das kann ein Nachteil sein, denn mir ist gleich aufgefallen, dass Mein schönes Landhaus leider alte Ideen wieder aufgreift. Nicht nur, dass die Außendeko in etlichen Heften der gerade genannten immer gleich ist (Holzhaus mit Tannengrün um die Fenster und Türen); dieses Mal sind auch alte Rezepte mit denselben Fotos wie in Mein schönes Land November/Dezember 2015 im neuen Heft wieder aufgetaucht. Dazu muss ich mal sagen: Och nöööööööööööööööö!

Das ist dann wohl das Zeichen für mich, dass ich keine dieser Weihnachtszeitschriften mehr kaufen sollte, oder doch nur in besonderen Fällen. Na ja, ich kaufe sie natürlich auch der Stimmung wegen und nicht nur, weil ich auf der Suche nach Neuem bin. Allerdings habe ich im Lauf der Jahre einen ganzen Stapel davon angesammelt und die kann ich jedes Jahr wieder durchsehen. Vielleicht müsste ich mal was wegwerfen …

Unwahrscheinlich…

Nachtrag 28.10.: Gerade habe ich mir das Magazin noch einmal durchgeschaut, nachdem ich auch Hefte aus den letzten Jahren durchgeblättert hatte, und siehe da, es sind noch viel mehr Rezepte als zuerst gedacht alt, dazu noch mindestens ein weiterer Beitrag über eine Frau, die bereits ebenfalls mit teilweise denselben Fotos in Mein schönes Land von vor einem Jahr war. Das nervt mich gerade ziemlich und ich habe sogar an die Redaktion geschrieben. Zu diesem Zeitpunkt würde ich nicht mehr dazu raten, diese Zeitschrift zu kaufen. Aufwärmware…

The holidays are coming

Und ja, ich stehe natürlich (!) schon (längst) in den Startlöchern! Schon vor Wochen (Monaten) habe ich einen bekannten Online-Buchhändler nach Vorankündigungen abgegrast und in meine Wunschliste übertragen. Die könnt ihr euch hier mal anschauen, wenn ihr wollt. Erst eine davon ist gerade veröffentlicht worden und als Leseprobe auf meinem Handy gelandet. Erfahrungsgemäß werde ich von allen aus dem Gmeiner Verlag enttäuscht sein und insgesamt vielleicht eins, höchstens zwei Bücher der Liste interessant genug finden, um sie ganz lesen zu wollen. Im Lauf der Saison kommen bestimmt noch einige dazu. Für Vorschläge bin ich ja auch immer offen. 🙂

Auf meiner Geburtstagswunschliste steht außerdem dieses Werk der Deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft: Mr. Holmes Krimi-Adventskalender. Bin gespannt, ob ich auch nur eins der Rätsel lösen kann … Schade, so einen Adventskalender kann ich erst vorstellen, wenn ich ihn durchgelesen habe, und da ich das nicht vor dem 24.12. erledigt haben werde, ist es dann schon zu spät, wenigstens für dieses Jahr. Aber im nächsten Jahr gilt er sicher auch noch.

Rhys Bowen – The Twelve Clues of Christmas

A Royal Spyness Mystery – so der Titel der Serie, ein Wortspiel auf die Heldin Lady Georgiana, die von schottisch-englischem Adel ist und irgendwo ganz weit hinten auf der Thronfolgerliste. Die Serie spielt in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts und dies ist Band 6 einer Serie. Ich frage mich allerdings, ob Georgie in den anderen Folgen auch so lahm ermittelt …

Na ja, das Buch ist nicht so richtig schlecht, deshalb stelle ich es hier vor. Oder vielleicht will ich auch nur etwas drüber schreiben, weil ich mich komplett durchgequält habe … 😉 Also, angefangen hat es sehr gut, Georgie war mir gleich sympathisch – verarmte junge Singledame ohne Job, die dazu verdammt ist, bei ihrer Familie in einer kalten schottischen Burg zu hausen. Sie ist verliebt, hat aber keine Ahnung, wo sich ihr Liebster herumtreibt, und geht davon aus, dass sie ihn niemals heiraten kann (beide arm und unterschiedlicher Konfession, was bei der Thronfolgeregelung eine Rolle spielt). Da tut sich eine Chance zur Flucht auf: Eine Dame der englischen Gesellschaft sucht über Weihnachten eine junge Assistentin, die ihr hilft, ein mehrtägiges Event zu schmeißen. Georgie sagt sofort zu und alle sind dort begeistert von ihr, weil sie ja zur könglichen Erbmasse gehört. Allerdings ist gerade ein Nachbar ums Leben gekommen, was die Stimmung etwas trübt.

In den folgenden Tagen bis Weihnachten und auch darüber hinaus kommt es jeden Tag zu einem Todesfall. Und alle sehen aus wie Unfälle! Man ist sich nicht sicher, ob es so viele tödliche Zufälle geben kann oder ob nicht doch ein Plan dahintersteht. Aber die Opfer haben keine Verbindung, es gibt keine Motive, keine Verdächtigen – absolut nichts. So ziehen die Tage ins Land, das Fest kommt und geht, und es wird fleißig weitergestorben. Georgie, die Detektivin, deren Spürsinn ich mit Spannung erwartet habe, sitzt herum und fragt sich, was los ist. Außer sich ihren schwammigen Gefühlen von drohender Gefahr zu widmen, tut sie erst mal gar nichts. Sie macht ihren Job. Bei Prozent 62 (im eBook) denkt sie sich endlich, sie sollte mal etwas unternehmen.

Sie fährt ein bisschen herum, während weiterhin die Dorfbewohner sterben wie die Fliegen und sie die Gäste ihres Hauses mit lustigen Spielchen unterhält. Schließlich kommt sie auf die Idee, wie alle Tode zusammenhängen, weil jemand etwas Harmloses sagt. Nun ist auch schon bald das Motiv gefunden und der Mörder; man muss ihn nur noch schnappen. Georgie schafft es, sich am Schluss noch in eine lebensbedrohliche Situation bringen zu lassen, was mir ziemlich dumm vorkam. Ich war so froh, als die Geschichte aus war, denn das Buch hat sich gezogen wie Kaugummi, ich habe selten etwas so Langatmiges gelesen.

Aber – und das ist Nr. 3 der Gründe, warum ich das Buch doch hier vorstelle – Weihnachten spielt eine Hauptrolle. In keinem der bisher von mir gelesenen Weihnachtskrimis ging es so sehr um das Fest der Feste wie in diesem Buch. Ich mag Georgie, wünschte nur, sie hätte nicht so teilnahmslos herumgesessen; von einer Ermittlerin erwarte ich mehr! Von der Autorin wünsche ich mir, sie hätte den Text um die Hälfte gekürzt, aber ich denke, sie wollte dem Weihnachtskram die größtmögliche Aufmerksamkeit widmen, deshalb quält man sich beim Lesen mit Georgie von einem Tag zum nächsten. Immerhin ist das eBook sehr günstig. 🙂

Der Weihnachtsfaktor
Hier kann ich endlich sagen: üppig! Wer sich für (alte) englische Weihnachtstraditionen (auf dem Land) interessiert, findet in diesem Krimi alles, was das Herz begehrt. Die Gastgeberin hat sich für die rund zehn Tage bis zwei Wochen, in denen die Gäste bei ihrer Familie weilen, alles vorgenommen, was man sich nur denken kann. Nicht mal ich kannte alles, was da so getrieben wird. In der guten alten Zeit hat man auch noch etwas mehr Wert auf geselliges Beisammensein mit Spielen, Aufführungen usw. gelegt; Rhys Bowen präsentiert das komplette Programm von vorweihnachtlichem Singen vor den Dorfbewohnern bis zu einem Hindernislauf und Feuerwerk an Neujahr. Im Anschluss ans Buch findet der geneigte Leser sogar Rezepte und anderes für eigene Oldfashioned Christmas.

 

Ah, Christmas: chestnuts roasting; Yule logs cracking merrily; tables groaning under roast goose, turkey, mince pies and flaming plum puddings; carols and mistletoe; goodwill to all men. I’m sure there were some houses in Britain where this was going to be the case, in spite of the drepression – just not at Castle Rannoch, on the bleak Scottish moors, where I was currently trapped for the winter. No, I was not snowed in or being held prisoner. I was there of my own volition. I happen to be Lady Georgiana Rannoch, sister to the current duke, and that bleak castle is my familiy home.

 

 

Jane Haddam – Weihnachtlich glänzet der Wald

weihnachtlichWeil ich in den letzten Wochen nur englische Weihnachtskrimis vorgestellt habe, habe ich einen alten Schinken aus dem Regal gezogen und noch einmal gelesen. Das geht ganz gut, weil ich fast grundsätzlich vergesse, wer der Mörder war, und die Geschichte immer wieder neu erlebe. In diesem Fall war das ein Weihnachtskrimi aus dem Hause Econ von 1990. Das Achtzigerjahre-Flair haucht denn auch überall aus den Seiten heraus, was ich angenehm nostalgisch fand. 🙂

Der Krimi gehört (mal wieder) zu einer Reihe (die ich nicht kenne und die man auch nicht kennen muss) und trägt als Untertitel Ein Gregor-Demarkian-Krimi. Gregor kehrt nach dem Tod seiner Frau in seine frühere Stadt in sein altes Viertel zurück und damit auch in eine armenische Gemeinschaft mitten in den USA. Eins der Merkmale dieser armenischen Gemeinde ist, dass so ziemlich alle Anteil an allem nehmen; darüberhinaus erklärt und beschreibt die Autorin so einiges, was wohl typisch für armenischstämmige Amerikaner ist (oder vielleicht eher war). Ich fand das interessant – es gehört zum Krimi, zur Reihe und eben speziell zu Gregor, der übrigens ein ehemaliger FBI-Ermittler ist, der nach dem Tod seiner Frau in Rente ging. Ganz allmählich taucht er aus seiner tiefen Trauer auf und merkt, dass ihm zunehmend langweilig wird.

Vielleicht lässt er sich deshalb auf einen Auftrag ein – oder eher eine Bitte -, einem sehr reichen Mann einen Besuch abzustatten, ohne zu wissen, worum es geht. Gregor trifft den Mann nicht mehr lebend an, denn der wird noch am selben Tag umgebracht. Wo Gregor schon mal da ist, lässt er sich auch in die Sache verwickeln. Mord um Mord geschieht, und jeder betrifft wieder ein Familienmitglied (es ist eine große Familie mit sieben erwachsenen Kindern). Es scheint für niemanden eine gute Idee gewesen zu sein, sich zum Weihnachtsfest zu versammeln. Die Mordserie und die Ermittlungen dauern bis nach den Feiertagen an und mit knapper Not kann der letzte Mord von Gregor verhindert werden. Erst gegen Ende ahnte ich, was das Motiv sein könnte; die Autorin weiß es geschickt zu verbergen, selbst ihre Ermittler tappen lange im Dunkeln.

Der Weihnachtsfaktor
Weihnachten kommt und geht und bringt außer ein paar unaufmerksamen Geschenken nur ein paar Leichen. Zu jedem Mord scheint das Wetter schlechter zu werden und das Einzige, das wirklich weihnachtlich scheint, ist der omnipräsente Schmuck aus Zinn. Er ist in allen Formen überall im Haus verteilt, die Menschen schmücken sich damit und ich hatte eigentlich die ganze Zeit Probleme, ihn mir vorzustellen. Deko aus Zinn kommt in meinem Dunstkreis nie vor. Allerdings spielt er bei den Morden eine Rolle, wie sich am Schluss herausstellt. Wer das Buch lesen möchte, kann also sein Augenmerk auf die Zinngegenstände richten und versuchen, aus ihnen etwas herauszulesen. 😉

Was aus ihr herausfiel, war eine winzige Plastikflasche, in der einmal Aspirin gewesen war – und was herausfiel, war zu Pulver zerriebenes Demerol, das auf das Tischtuch rieselte wie feinkörniger Schnee auf ein pastellfarbenes Gartenregal.

 

Weihnachten historisch

Wenn du dich für historische Weihnachtsbräuche interessierst, habe ich hier einen schönen Linktipp. Der Blog Gaiety Girl beschäftigt sich intensiv mit der Belle Epoque, und natürlich auch mit Weihnachten. Am Ende des Artikels gibt es noch ein paar weitere Artikelempfehlungen, die mit dem Thema verwandt sind, z.B. über Mode, Schlittschuhlaufen oder die Erfindung der Weihnachtskarte.

http://the-gaiety-girl.blogspot.de/2015/12/weihnachten-in-der-belle-epoque.html

Robert J. Smith – Petectives Christmas Party

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I this book!

Please ignore Gastby. When he was a kitten someone told him that he was funny, and now he feels the constant need to prove it.

Gatsby, ein roter Kater, und Yoshi, sein älterer Freund, ein schwarzer Kater, sind so etwas wie Sherlock Holmes  und Watson unter den Haustieren. Yoshi ist dabei das detektivische Superhirn, das das Haus nicht mehr verlässt, und Gatsby ist der schreibende Scherzkeks, der für Yoshi unterwegs ist und Informationen einholt. Weihnachten steht vor der Tür, die Besitzer der Katzen sind über die Feiertage weggefahren, und Gatsby will unbedingt eine Party veranstalten, aber Yoshi ist dagegen. Also beschäftigt sich Gatsby erst einmal mit einem neuen Fall: die Katze Penelope bittet um ihre Hilfe, weil jemand den Hund Thor, der bei ihr im Haushalt lebt, umbringen will. Thor entpuppt sich als sehr lauter, immerzu bellender Labrador, der praktisch alles frisst, was man ihm unter die Nase hält. Außerdem mischt er sich in die Belange eines Hunde-Liebespaares ein – kurzum, er versteht es, allen auf den Wecker zu gehen und sich Feinde zu machen. Es sieht zunächst sogar so aus, als hätte ein Mensch ihm vergiftetes Fleisch hingeworfen, doch dieser Verdacht führt zu nichts. Dann tritt noch die Hundepolizei auf den Plan, angeführt von einem Deutschen Schäferhund. Yoshi, dem sein Schlaf wichtiger ist als alles andere, stimmt schließlich doch der Party zu und dort lösen sie den Fall auf clevere Weise auf.

Die Geschichte ist nicht gerade ellenlang, aber unglaublich lustig und gut geschrieben. Auch, wenn es ausschließlich um Haustiere geht – der Stil ist weder läppisch noch kindisch, sondern total amüsant. Gatsby ist natürlich schlau und witzig, dazu die verschiedenen Charaktere, der traditionelle Clinch zwischen Hunden und Katzen, der im Sinne von Ermittlung und Feiertagen unterdrückt werden muss, der mysteriöse Yoshi, der eigentlich den ganzen Tag nur pennt und trotzdem jeden Fall löst – ich finde dieses Buch einfach klasse! Menschen kommen so gut wie gar nicht vor, und die Haustiere müssen alles allein bewältigen, darunter Essen für die Party beschaffen, einen Vorhang aufhängen usw. Der Autor schummelt sich ein bisschen durch die unglaublichen Fähigkeiten, indem er Gatsby hier und da sagen lässt, er schweige lieber, als mit Einzelheiten zu langweilen, oder er sagt nur so viel: es war schwierig. Aber das hat genügend Charme und bleibt akzeptabel.

Yoshi continued. „All of the cats among you know that an adult cat requires sixteen hours of sleep each day.“
I shouted out a question. „Then why do you insist on twenty-three?“

Der Weihnachtsfaktor
Haustiere und Weihnachten – was könnten die miteinander zu tun haben? Zuerst mal nicht viel, außer dass eine kleine Katze namens Chuck so fasziniert vom geschmückten Weihnachtsbaum ist, dass er unbedingt hinaufklettern muss und alles zum Umfallen bringt. Das Wetter ist eisig, entsprechend gibt es die eine oder andere Rutschpartie auf der Straße, aber ansonsten ist nicht so arg viel vom Fest zu spüren. Bis zum Schluss. Auf der Party wird es dann doch noch so richtig weihnachtlich. Gatsby, der sich allerhand aufgrund vieler Fernsehfilme zusammengereimt hat, gibt auf die Frage, was Weihnachten denn nun eigentlich sei, eine total absurde Geschichte von sich, die alles abhandelt, was man so kennt – Christkind, Santa, Scrooge, Geister, Grinch, Geschenke u.v.m. Yoshi lässt es sich nicht nehmen, die originale Weihnachtsgeschichte zum Besten zu geben, und liest sie (tatsächlich!) aus der Bibel vor, damit auch alle richtig Bescheid wissen. Und im Namen der Vergebung fällt schließlich auch das Urteil über den Attentäter ziemlich milde aus.