Robert J. Smith – Petectives Christmas Party

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I this book!

Please ignore Gastby. When he was a kitten someone told him that he was funny, and now he feels the constant need to prove it.

Gatsby, ein roter Kater, und Yoshi, sein älterer Freund, ein schwarzer Kater, sind so etwas wie Sherlock Holmes  und Watson unter den Haustieren. Yoshi ist dabei das detektivische Superhirn, das das Haus nicht mehr verlässt, und Gatsby ist der schreibende Scherzkeks, der für Yoshi unterwegs ist und Informationen einholt. Weihnachten steht vor der Tür, die Besitzer der Katzen sind über die Feiertage weggefahren, und Gatsby will unbedingt eine Party veranstalten, aber Yoshi ist dagegen. Also beschäftigt sich Gatsby erst einmal mit einem neuen Fall: die Katze Penelope bittet um ihre Hilfe, weil jemand den Hund Thor, der bei ihr im Haushalt lebt, umbringen will. Thor entpuppt sich als sehr lauter, immerzu bellender Labrador, der praktisch alles frisst, was man ihm unter die Nase hält. Außerdem mischt er sich in die Belange eines Hunde-Liebespaares ein – kurzum, er versteht es, allen auf den Wecker zu gehen und sich Feinde zu machen. Es sieht zunächst sogar so aus, als hätte ein Mensch ihm vergiftetes Fleisch hingeworfen, doch dieser Verdacht führt zu nichts. Dann tritt noch die Hundepolizei auf den Plan, angeführt von einem Deutschen Schäferhund. Yoshi, dem sein Schlaf wichtiger ist als alles andere, stimmt schließlich doch der Party zu und dort lösen sie den Fall auf clevere Weise auf.

Die Geschichte ist nicht gerade ellenlang, aber unglaublich lustig und gut geschrieben. Auch, wenn es ausschließlich um Haustiere geht – der Stil ist weder läppisch noch kindisch, sondern total amüsant. Gatsby ist natürlich schlau und witzig, dazu die verschiedenen Charaktere, der traditionelle Clinch zwischen Hunden und Katzen, der im Sinne von Ermittlung und Feiertagen unterdrückt werden muss, der mysteriöse Yoshi, der eigentlich den ganzen Tag nur pennt und trotzdem jeden Fall löst – ich finde dieses Buch einfach klasse! Menschen kommen so gut wie gar nicht vor, und die Haustiere müssen alles allein bewältigen, darunter Essen für die Party beschaffen, einen Vorhang aufhängen usw. Der Autor schummelt sich ein bisschen durch die unglaublichen Fähigkeiten, indem er Gatsby hier und da sagen lässt, er schweige lieber, als mit Einzelheiten zu langweilen, oder er sagt nur so viel: es war schwierig. Aber das hat genügend Charme und bleibt akzeptabel.

Yoshi continued. „All of the cats among you know that an adult cat requires sixteen hours of sleep each day.“
I shouted out a question. „Then why do you insist on twenty-three?“

Der Weihnachtsfaktor
Haustiere und Weihnachten – was könnten die miteinander zu tun haben? Zuerst mal nicht viel, außer dass eine kleine Katze namens Chuck so fasziniert vom geschmückten Weihnachtsbaum ist, dass er unbedingt hinaufklettern muss und alles zum Umfallen bringt. Das Wetter ist eisig, entsprechend gibt es die eine oder andere Rutschpartie auf der Straße, aber ansonsten ist nicht so arg viel vom Fest zu spüren. Bis zum Schluss. Auf der Party wird es dann doch noch so richtig weihnachtlich. Gatsby, der sich allerhand aufgrund vieler Fernsehfilme zusammengereimt hat, gibt auf die Frage, was Weihnachten denn nun eigentlich sei, eine total absurde Geschichte von sich, die alles abhandelt, was man so kennt – Christkind, Santa, Scrooge, Geister, Grinch, Geschenke u.v.m. Yoshi lässt es sich nicht nehmen, die originale Weihnachtsgeschichte zum Besten zu geben, und liest sie (tatsächlich!) aus der Bibel vor, damit auch alle richtig Bescheid wissen. Und im Namen der Vergebung fällt schließlich auch das Urteil über den Attentäter ziemlich milde aus.

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Ein Kommentar zu “Robert J. Smith – Petectives Christmas Party

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